Adolf Alexander Weinmann  (1870 - 1952)                                                                    Ein Junge aus Durmersheim schreibt US-Münzgeschichte

 

Adolf Weinmann war das jüngste von sechs Kindern. Er wurde am 11. Dezember 1870 in Dur-mersheim geboren.

Sein Vater Gustav war Schuhmacher und stammte aus Schmitzingen bei Waldshut. Seine Mutter war Catharina Weinmann, geb. Weingärtner, aus Durmersheim. 1877 zog die Familie nach Karlsruhe, von wo aus er im Alter von 14 Jahren mit seiner Mutter in die Vereinigten Staaten auswanderte. Sie lebten bei einem Verwandten, der einen Lebensmittelladen betrieb. Nach ein paar Jahren wandelten sie ihren deutschen Familiennamen um in Weinman.

 

Adolf  ging in New York zur Schule, wo man schon früh sein künstlerisches Talent erkannte. Über den bekannten Künstler Frederick Kaldenberg kam er ans Cooper-Union-College und  studierte dort fünf Jahre lang bei Augustus Saint-Gaudens und Philip Martiny Bildhauerei.

Später war er als Assistent von Charles Henry Niehaus, Olin Warner und Daniel Chester French tätig.

 

Obwohl Weinmann sich gegen diese Darstellung wehrte, so ist sein Name eng mit der US-amerikanischen Numismatik verknüpft. Für den 1916 bis 1947 geprägten Halbdollar entwarf er das Motiv der "Walking Liberty", welches später auch für die Silver-Eagle-Münze verwendet wurde.

 

Neben dem Halbdollar entwarf Weinmann das Motiv für das 10-US-Cent-Stück (Dime) und verschie-dene Medaillen für das Militär.

 

Neben numismatischen Arbeiten schuf Weinmann auch diverse Skulpturen, die heute bei den größten Auktionshäusern der Welt Höchstpreise erzielen.

 

An den Kapitolen der US-Bundesstaaten Wisconsin, Missouri und Louisana finden sich Werke von ihm.

 

Besonders das Architekturbüro McKim, Mead and White vergab Aufträge an Weinmann, dessen Arbeiten daher verschiedene Gebäude u.a. in New York City dekorieren oder dekorierten.

Für den „Elks National Shrine“ in Chicago schuf er ein Fries, des Weiteren war er auch an der Aus-gestaltung des "Jefferson Memorial" und dem Gebäude des "Supreme Court" in Washington DC be-teiligt.

 

In Hodgenville/Kentucky schuf er ein berühmtes Abraham-Lincoln-Denkmal.

 

1911 wurde Adolph Alexander Weinmann zum Mitglied (N.A.) der National Acadamy of Design in New York gewählt.

 

Adolph Weinman starb am 7. August 1952 in Port Chester.

 

Siehe auch http://historicdetroit.org/architect/adolph-alexander-weinman/

 

 

Ein Junge aus Durmersheim schreibt US-Münzgeschichte
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